Jahresbericht 2018

25 Jahre Berufliche Integration

Seit 25 Jahren engagiert sich die Caritas Luzern für Stellenlose. In ihren Betrieben bietet sie Erwerbslosen arbeitsmarktnahe Einsatzplätze in den unterschiedlichsten Berufsfeldern an und fördert ihre Fachkompetenzen für eine optimale Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. 

Soziale und berufliche Integration bedingen sich gegenseitig. Aus diesem Grund begann die Caritas Luzern schon früh, Einsatzplätze mit integrierter Bildung für Erwerbslose zu schaffen, um ihre Integration ganzheitlich zu fördern.

Die ersten Betriebe

Es begann mit einem Möbelwerkplatz in Luzern und einem Nähatelier in Dagmersellen. An diesen beiden Orten fanden Männer wie Frauen ohne Job nicht bloss eine Beschäftigung, sondern auch Unterstützung, um wieder im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Von Anfang an war klar, dass die «Beschäftigung» Nützliches bringen sollte. So entstanden im Nähatelier Fasnachtskleider, die sehr gefragt waren. Die Mitarbeitenden des Möbelwerkplatzes holten Secondhand-Möbel ab, frischten sie auf und verkauften sie in einer ehemaligen Druckerei.

1997 kam dann ein Bauteilmarkt dazu. Im selben Gebäude in Sursee, wo heute Caritas Wohnen steht, konnte man damals Fenster, Türen, Küchen und andere Bauteile kaufen, die zwar nicht mehr ganz neu, aber noch ganz gut zu gebrauchen waren. Demontiert, transportiert, aufgefrischt und bereitgestellt wurden sie von Erwerbslosen, die so im Bauteilmarkt eine sinnvolle Tätigkeit fanden.

Eine Palette von Tätigkeitsfeldern

Heute bieten die Betriebe in Luzern, Hochdorf, Sursee, Baar und Kerns Stellenlosen arbeitsmarktnahe Arbeitsplätze in den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Velowerkstatt und Velodienste, Schreinerei, Malerei, Werkatelier, die Läden von Caritas Wohnen und vom Caritas-Markt, die Caritas Restaurants sowie der Räumungs- und Abholservice und die mobile Gruppe bieten Einsatzplätze in verschiedensten Tätigkeitsfeldern. Unterschiedliche Programme für versicherte Erwerbslose, für Sozialhilfeempfänger und weitere Gruppen ermöglichen eine optimale Förderung, die Durchlässigkeit zwischen den Programmen begünstigt Entwicklungschancen für die Teilnehmenden.

Bildung und Coaching

Stets war die integrierte Bildung wesentlicher Bestandteil der Einsatzprogramme. Beides wurde und wird permanent weiterentwickelt, Bildung und Förderung sind heute viel individueller angelegt. So unterstützen etwa Einzelcoachings und Bewerbungsworkshops die Teilnehmenden bei der Integration. Die Kombination von Arbeit und individueller Förderung gestattet es den Teilnehmenden, ihre fachlichen und ihre sozialen Kompetenzen zu steigern.

Die Stellensuchenden erhalten einen sinnvollen und realitätsnahen Arbeitsplatz, wo sie ihren Erfahrungsschatz ausbauen können. Gleichzeitig profitieren soziale Institutionen und das Gemeinwesen durch ihre Arbeit. Neben den Einsatzplätzen für versicherte und für ausgesteuerte Erwerbslose finden in den Caritas-Betrieben auch über 20 Jugendliche die Möglichkeit, eine Attestausbildung zu machen.

Weiterführende Infos

Mehr Infos zu den Caritas-Betrieben finden Sie hier.

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